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Rückblick Mai 2019

ALLES NEU MACHT DER MAI

Im Mai habe ich eine NEUE Stadt kennen und lieben gelernt, NEUE Bands entdeckt und mein Kunde „Das K“ hat seinen NEUEN Spielplan für die kommende Saison veröffentlicht. Welche Stadt und welche Bands das waren, sowie alles zum Spielplan gibt es jetzt für euch schwarz auf weiß. Und los.

Die Vorstellung des neuen Spielplans für Das K 
Hier nun der letzte Teil der Blog-Serie über Das K. In vergangenen Monatsrückblicken berichtete ich bereits vom Brainstorming des Spielzeit-Mottos, vom Testimonial-Shooting und nun abschließend vom diesjährigen Bildkonzept des Spielzeit-Mottos, sowie dem Abo-Fest, bei dem ein Tag vor Veröffentlichung des neuen Programms, den Abonnenten die kommenden Veranstaltungen vorgestellt werden. 

Das Team des Kulturmanagements steckt jedes Jahr sehr viel Herzblut in das komplette Projekt. Angefangen von der Programmauswahl, über das Konzept, bis hin zur grafischen Umsetzung (von mir) wird sehr viel Wert darauf gelegt, das alles bis aufs letzte Detail sitzt. 

Aber nun, endlich Vorhang auf für das Spielzeit-Motto. Es lautet: „ZEIGT GEFÜHLE“. Denn selbige kommen ja schließlich zum Vorschein beim betreten des K’s und beim Anschauen der angebotenen Veranstaltungen. Von Freude, über Besinnlichkeit, Rührung und Spannung bis hin zu Verwunderung und Erstaunen lockt das Programm des K’s viele verschiedene Emotionen hervor und trifft sowohl den Nerv der Stammgäste, als auch den der Erstbesucher. 

Ein wiederkehrendes Element, das sich durch das Programmheft und alle Werbemittel zieht, darf natürlich auch dieses Jahr nicht fehlen. Das „Attribut“, das als Foto-Accessoire dient, um alljährlich Gäste und die Künstler des K’s damit abzulichten, ist dieses Mal eine Mini-Skulptur des K-Logos. Es versinnbildlicht sowohl die Lokalität als auch die Veranstaltungen und kam auch schon beim Testimonial-Shooting zum Einsatz, damit die Models einen Gegenstand in der Hand halten konnten, um Ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Die Grundidee des Spielzeit-Mottos kommt meistens vom Kulturmanagement selbst. Darauf basierend schleifen wir in enger Zusammenarbeit gemeinsam während des Brainstormings das Bildkonzept rund. Meine Aufgabe besteht darin den Konzeptionsprozess der Bildsprache zu begleiten und Impulse, Empfehlungen sowie Anregungen zu geben. Auch dieses Jahr können sich Konzept und Motto mehr als sehen lassen und ich bin stolz, dieses Projekt nun schon sieben Jahre begleiten und umsetzen zu dürfen. An dieser Stelle: Danke für euer Vertrauen und die tolle Zusammenarbeit.

Die Perfektion auf die beim Motto und bei der Umsetzung Wert gelegt wird, überträgt sich auch auf das immer gut besuchte Abo-Fest, das alljährlich von der Fachbereichsleiterin Frau Münkel eröffnet wird. Danach übernehmen Sophie und Johannes, denen die Moderation durch die jahrelange Erfahrung der vergangenen Abo-Feste und nicht zuletzt durch den persönlichen Bezug des gesamten Projekts leicht von der Hand geht. Schlagfertig und lustig sind beide auch im „Real Life“, aber auf der Bühne geben sie dahingehend Vollgas. Gekonnt und aus dem Effeff klopfen die beiden Sprüche und werfen sich gegenseitig den Ball zu, dass der Eindruck entsteht, als sei es deren Daily Business. Ich muss des Öfteren laut lachen und bin aufs Neue beeindruckt wie sympathisch und natürlich das Gespann das Publikum entertaint.

Wie oben schon angemerkt ist auch das neue, abwechslungsreiche Programm nicht von schlechten Eltern. Ich habe mir auch selbst schon einige Tickets von Theaterstücken, Konzerten und Comedy-Shows zugelegt, auf die ich mich jetzt schon freue und von denen ich auch vereinzelt berichten werden. Schaut doch einfach mal ins Programm – sicher findet auch ihr eine Veranstaltung die euch gefällt.

Kurztrip nach Freiburg 
Freiburg ist schon schön. Seit meinem Kurztrip Mitte Mai bin ich etwas verliebt in die Stadt muss ich gestehen. Entspannte Atmosphäre, nette Leute und überschaubare Größe. Zudem wirklich schöne Cafés, Bars und Restaurants. Um nur einige zu nennen: Kolben Kaffee, Brauerei Feierling, Alte Wache, Skajo, Casa Española, Schlappen, One Trick Pony, und zum Abschluss das Karma. Und jetzt haltet euch fest, das alles haben wir an einem Tag gemacht. Dementsprechend groggi sind wir danach in die Betten gefallen.
Getoppt wurde die rundum gelungene City-Tour, die von Kulinarik bis Kultur alles bot, nur von der unübertroffenen Gastfreundschaft meiner Hosts Ingrid und Amelie, die ich im Portugalurlaub kennengelernt habe – Danke euch beiden, ich komme auf jeden Fall wieder – word!

Konzertmonat Mai 
Eigentlich waren für Mai mehr Konzerte geplant, nämlich fünf. Schlussendlich waren es aber „nur“ drei. 

Ich rolle hier mal das Feld rückwärtschronologisch auf. Eigentlich schon nicht mehr im Mai fand nach 3-jähriger Planung das erste Kessel Festival statt. Für mich persönlich ein Reinfall. Desaströzer hätte es kaum sein können. Ich war nur samstags anwesend, um mir mit Freunden Antiheld und Maxïmo Park anzuhören. Nachdem wir uns etwas verkalkuliert hatten mit der Zeit, hatten wir den Opener Antiheld dann auch schon mal schön verpasst. Aber egal. Wir schlenderten etwas umher und fanden den schöngelegenen Biergarten, gefühlt das einzige gemütliche Fleckchen des ganzen Festivals – mit dem langsamsten, überfordertsten und verpeiltesten Barpersonal der Welt. Man musste ewig anstehen für Getränke und auch zum Abgeben der Becher. Jetzt waren halt aber fast 30 Grad und die Leute hatten Durst ... dumm gelaufen. An allen anderen Getränkeständen war die Lage ähnlich schlecht, zudem waren es insgesamt einfach zu wenig Bars. Der zweite Punkt den ich schwierig fand war, dass auf dem kargen Canstatter-Wasen-Gelände jetzt nicht unbedingt viele Bäume stehen, heißt, es gab so gut wie keinen Schatten, denn auch für Schirme oder Sonnensegel in Sitzbereichen und in Barnähe wurde nicht gesorgt.
Dann war es endlich soweit. Mit relativ trockener Kehle freuten wir uns auf Maxïmo Park. Vor dem Auftritt stellten sich die vier Gründer des Festivals noch auf die Bühne, um sich vorzustellen und sich für den Besuch zu bedanken. Eigentlich nett, kenne ich aber von keinem anderen Festival und dachte mir stattdessen, dass sie lieber mal dem Barpersonal Druck machen sollten, anstatt sich selbst darzustellen. Naja. Die Band beginnt und eigentlich wundert es mich nicht, dass der Sound totaler Schrott ist. Ein Brei. Maxïmo Park war für mich live neu, ich kannte sie nur von dem Song „Books from Boxes“ den ich zwar feire, aber auf der Bühne konnten sie mich nicht überzeugen. Hat mich leider nicht gepackt, die anderen auch nicht ... wir sind frühzeitig wieder gegangen.
Am nächsten Tag entschied ich mich nichtmehr zum Festival zu gehen, obwohl unter anderem Wanda, eine meiner liebsten Live-Bands, im Line-up waren. Die Crew vom Vortag ließ es sich aber nicht nehmen nochmal vorbeizuschauen. Und siehe da, es hat sich was getan: Der Barbetrieb lief, man musste kaum anstehen und es gab zusätzliche Wasserspender, an denen man umsonst zapfen konnte und auch der Sound war wohl viel besser.
Ich wünsche mir vom Kessel Festival, nachdem es nun die ersten holprigen Gehversuche hinter sich hat, dass es im nächsten Jahr noch eine ordentliche Schippe draufpackt – auch beim Line-up – denn grundsätzlich würde ich ein anständiges Festival direkt in Stuttgart sehr begrüßen.

Das zweite Konzert im Mai war George Ezra. Nachdem ich ihn vergangenes Jahr das erste mal live gesehen hatte, war ich völlig geflasht. Dieses Mal saß ich schon etwas fester im Sattel und kann auf einen schönen, aber nicht sehr spektakulären Konzertabend zurückblicken. Seine Stimme ist nach wie vor der Hammer und ich mag die Art, wie er mit seinen Fans redet und sie unterhält. Rein äußerlich sieht man es ihm vielleicht nicht an, aber George ist schon echt ne coole Sau: Er ist ein Brite wie aus dem Bilderbuch – genau so, wie man es sich vorstellt. Seine kleinen Anekdoten die er zwischen den Songs in Seelenruhe und reinstem Oxford-English erzählt, gepaart mit Gestiken und Mimik, bei denen man nicht weiß, ob er es gerade ironisch meint, bringen uns den ganzen Abend über zum Lachen. Für mich ein solides Konzert eines großartigen Live-Performers.

Mein erstes Maikonzert war der Abschluss des Tweed Runs, einer relativ neuen Veranstaltung in Stuttgart, bei der die Teilnehmer in Tweed gekleidet auf Retro-Fahrrädern durch die Gegend cruisen und für den guten Zweck in die Pedale treten (die Einnahmen des Tweed Runs werden gespendet). Der Tweed Run fand seinen Abschluss im BIX Jazzclub, der im Gustav-Siegle-Haus beheimatet ist, einem der traditionsreichsten Veranstaltungshäuser ganz Stuttgarts. Keine Location wäre passender gewesen, da auch die Innenarchitektur des BIX in die 20er-Jahre passen würde. Die Retro-Velos der Teilnehmer säumten den Eingangsbereich des Jazzclubs und ließen zufällig vorbeikommende Rader-Herzen höher schlagen – es waren echte Schmuckstücke dabei. Viele der ca. 80 Teilnehmer des Tweed Runs waren noch da, supporteten die Atmosphäre mit ihren nostalgischen Outfits und rundeten damit die 20er-Jahre-Veranstaltung ab. Musikalisch gab die Linda Kyei Swing Combo unglaublich mitreißende Songs zum Besten – es war auf keinen Fall das letzte Konzert der Band das ich besuchen werde. Die Frontfrau zog definitiv alle Blicke auf sich und sang authentisch im Stil der 20er. Gekonnt hantierte Linda mit ihrem Fächer, der dem Auftritt den letzten Schliff verlieh. Mit kleinen Einleitungen vor den Songs holte sie das Publik ab und die Leute hingen dementsprechend an ihren Lippen. Auch die Musiker, allesamt männlich, beherrschten ihre Instrumente perfekt. Ich kann Swing-Musik erst seid Kurzem etwas abgewinnen, bin aber mittlerweile ein großer Fan und höre es fast täglich. Um so besser, dass wir ab nächstes Jahr erneut in den 20ern leben – kommen dann vielleicht auch die „Goldenen Zwanziger“ zurück? Musik- und styletechnisch wäre ich sehr dafür! Auch eine Blütezeit für Kunst, Kultur und Wissenschaft wie einst in den 1920ern wäre natürlich nicht zu verachten. Wir werden sehen.

Ausblick Juni 2019 
Über folgende Themen berichte ich im Rückblick Juni: 

  • People-Shooting in Crailsheim mit Blende 8. 
  • Jumelage in Gerabronn.
  • Sommerurlaub – ich hab glaub vergessen wie das geht.