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Februar 2019

VON SHOOTINGSTARS, ÜBER'S LOOK & FEEL BIS HIN ZUM PUPPENSPIEL

Viele Konzepte, Neugestaltungen und Ideen gingen im Februar über meine imaginäre Ladentheke. Ein Kundentermin jagte den nächsten und auch in der Freizeit war einiges geboten. Einen kleinen Einblick in meine Highligts erhaltet ihr hier. Stay tuned!

Testimonial-Shooting für die dualen Studiengänge der Stadt Crailsheim 
„Ok, das ging schnell!“ war meine Reaktion zum Fotografen und zu den anderen Beteiligten, nachdem wir die drei Models an unterschiedlichen Sets im Crailsheimer Rathaus abgelichtet und innerhalb von einer Stunde im Kasten hatten. Seit fast 5 Jahren darf ich meine Heimatstadt Crailsheim meinen Kunden nennen, die sich bei dem damals ausgeschrieben Pitch zu meinen Gunsten entschied. Seitdem wird bei allen Werbemitteln der Stadt auf Testimonials, also reale Personen, gesetzt, um eine glaubwürdige Werbebotschaft zu erzielen und die Verbundenheit von Stadt und Bürger zu verbildlichen und zu stärken. Das Konzept kommt gut an und es finden sich problemlos Crailsheimerinnen und Crailsheimer, die sich gerne für ihre Stadt fotografieren lassen – denn Lokalpatriotismus wird hier groß geschrieben. Um niemanden im Rathaus bei der Arbeit zu stören, shooten wir an einem Samstag. Die drei Models sind dieses Mal alle männlich und absolvieren unterschiedliche duale Studiengänge. Für jeden Studiengang entstand ein Infoflyer mit dem Porträt des jeweiligen Studenten – Die Porträts entsprechen dem von mir erstellten Bildkonzept des aktuellen Corporate Designs der Stadt Crailsheim: Die Person, ist real, aus Crailsheim, schaut in die Kamera und steht im Fokus der Aufnahme – der Hintergrund ist unscharf. Die Porträts entstehen immer in Zusammenarbeit mit dem Blende 8 Fotostudio aus Crailsheim und die Ergebnisse können sich auch dieses mal wieder sehr gut sehen lassen.

Ein neues Look & Feel für das Kundenmagazin „Näher dran“ der Raiffeisenbank
Die „Raiba“, wie die Raiffeisenbank in Frankenhardt-Stimpfach liebevoll von ihren Kunden genannt wird, steht nicht still: jede Innovation im Bankwesen wird mitgenommen, so dass immer alles auf dem neuesten Stand ist. Angefangen bei den neuen Debit-Karten fürs kontaktlose Bezahlen bis hin zu online-abschließbaren Produkten zur finanziellen Absicherung und Co. werden Kunden darüber hinaus allumfassend und genossenschaftlich beraten und gepampert wie es eigentlich überall sein sollte. So fortschrittlich wie die Bank agiert, soll nun auch ab diesem Jahr das Kundenmagazin „Näher dran“ grafisch mit neuem Look & Feel erstrahlen. Leichter und moderner soll das neue Gestaltungskonzept sein. Gesagt. Getan. Das neue Design steht in den Startlöchern und wird Anfang April veröffentlicht. Bis dahin ist es natürlich noch unter Verschluss. Auch beim Geschäftsbericht von 2018, wird das neue Gewand Anwendung finden. Beim Geschäftsbericht gibt es jährlich ein wechselndes Thema, dass sich wie ein roter Faden durchs Heft zieht. In der Vergangenheit waren das zum Beispiel „Bankweisheiten“, „Herzklopfen“ oder „Maßgeschneidert“ bei dem immer Mitarbeiter der Raiba zum Einsatz kommen. 

Bei der Bankweisheiten-Idee habe ich die Kompetenzen der Raiba in Reimform gebracht und es grafisch so aussehen lassen, als wären es auf ein Stück Stoff gestickte Bauernweisheiten, wie man sie aus Skihütten oder Omas Stube kennt.

Beim Herzklopfen-Konzept, zeigten wir die Mittarbeiter in Situationen die ihr Herz höher schlagen lassen, zum Beispiel beim Wandern, Radfahren oder beim Feierabendbierchen am See mit den Kollegen.

Bei der Verbildlichung von „Maßgeschneidert“ wurde unter anderem auf die perfekt-„abgesteckte“ Absicherung für die Zukunft, auf die individuell „angepassten“ Anlagemöglichkeiten und auf die kundenorientierte, „zugeschnittene“ Beratung „nach Maß“ eingegangen.

Das neue Bildkonzept für den Geschäftsbericht 2018, der Anfang Mai erscheint, ist bereits abgenickt, steht den vergangenen Ideen in nichts nach und wird in den kommenden Tagen geshootet – man darf gespannt sein.

René Marik – Rapante, Rapante! Momentn mal!
René Marik ist den wenigsten ein Begriff, wenn man dann allerdings sagt: „Der Puppenspieler mit dem Maulwurf und Rapante, Rapante“, wissen die Meisten, um wen es geht. Das er wieder tourt habe ich durch einen Newsletter erfahren und mich gleich bei Annika gemeldet, die mir vor ungefähr 10 Jahren das Stück „Rapante“ zeigte. Eigentlich ziemlicher Quatsch, aber im richtigen Mood schon auch lustig. Wir sind gespannt auf die Show. Treffpunkt ist der Feuerbacher Bahnhof, an dem wir erst mal den Snack-Automaten plündern, weil wir keine Zeit hatten, um vorher irgendwo essen zu gehen. Wir laufen zusammen zum Theaterhaus, einem der wichtigsten Veranstaltungsstätten in Stuttgart, das einen sehr guten Ruf genießt. Dort angekommen nehmen wir noch einen Drink an der Bar und gehen anschließend in den Saal, der ausschließlich mit Erwachsenen Menschen gefüllt ist. René Marik startet die Show singend. Annika und ich schauen uns an und hoffen, dass er es nicht die ganze Zeit macht, obwohl sich sein Gesang gar nicht allzu schräg anhört. Deswegen sind wir aber nicht hier. Der „Maulwurfn“ muss her – und Kalle der Eisbär – und Herr Günther Falkenhorst der Frosch, die drei Hauptprotagonisten in den Puppenspielen von René Marik. Weil die Handpuppen ja relativ klein sind, steht auf der Bühne noch eine Leinwand, um die Szenarien zu vergrößern. Nach Kalles Monolog in Berliner Schnauze kommt der eigentliche Star und Hauptcharakter des Abends, der „Maulwurfn“. Mit seinem naiven Äußeren und seinem liebenswerten Sprachfehler, der schwer zu beschreiben ist, erobert er die Herzen der Zuschauer im Sturm, kein Auge bleibt trocken. Und nochmal – der Saal ist voll mit Erwachsenen, die sich ein Puppenspiel anschauen. Von der „Faust und Gretchen“-Parodie bis zur Excalibur-Sage geben die Charaktere alles zum Besten. Zwischendurch tritt René Marik immer wieder vom schwarzen Vorhang hervor und redet mit seinem Publikum. Der Mittfünfziger mit dem spitzbübischen Grinsen ist ein unglaublich sympathischer Quatschkopf, was aus den Youtube-Videos natürlich nicht hervorgeht, da man meist nur die Handpuppen sieht. Annika und ich malen uns während der Pause aus, wie er die Sketsche vor der Veröffentlichung seinen Freunden präsentiert und amüsieren uns köstlich darüber: 

René zu seinen Freunden nach der Präsentation seiner neuen Idee: „Wie fandet ihr es?“
Renés Freunde: „Puh ja ... also René, das kannst du echt nicht bringen. Das ist so dumm und sinnbefreit.“
René: „Doch. Die Leute lieben dumm und sinnbefreit.“
Renés Freunde: „Naja, also wenn du meinst ... probier’s aus – solange du nicht auch noch singst ...“
René: „Singen? Hey! Super Idee ...“

Unser Fazit der Show ist, dass es mal ganz nice zu sehen war – viel gelacht haben wir auch. Die Show ging nicht zu lang und nicht zu kurz. Da aber die durch den Sprachfehler bedingten Ausdrucksmöglichkeiten des Maulwurfs und die generell beschränkten Bewegungsradien aller Handpuppen begrenzt sind, erkennt man nach dem fünften/sechsten Storytelling, dass der Aufbau der kleinen Geschichten immer ähnlich ist: Der Maulwurf taucht auf, spricht Kauderwelsch mit einem anderen Charakter und verschwindet wieder in der Erde. Alles in allem sind wir aber zufrieden mit der Show. Ein zweites Mal werde ich es mir aber (zumindest live) nicht mehr geben – sorry, René. ¯\_(ツ)_/¯

Ausblick März 2019 
Über folgende Themen berichte ich im Rückblick März:

  • Fasching, Fastnacht, Karneval – meine persönliche Hassliebe.
  • Shooting für den neuen Spielplan vom Kultur- und Kongresszentrum "Das K" in Kornwestheim.
  • Brand Day – Seminar über visuelle Komponenten der Marken-Kommunikation.