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How To: Self-Motivation

DIE ERSTE MILLION IST DIE SCHWERSTE!

Gerade im Homeoffice kann es manchmal schwer fallen, sich selbst zu motivieren. Die Gefahr der Ablenkung ist groß: Wäsche machen, schnell eine Glühbirne wechseln oder ab auf die Couch. Wenn ich mal nicht richtig in Fahrt komme, helfen mir die folgenden Tricks. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Kleide dich Office-tauglich
Den Grundstein für motiviertes Arbeiten lege ich schon morgens. Ich ziehe mich komplett Office-tauglich an, von Kopf bis Fuß, also auch die Schuhe. Wenn wichtige Telefonate oder Verhandlungen anstehen, trage ich sogar Sakko, Hemd und Krawatte. Die Kleidung trägt unterbewusst zum Wohlbefinden bei und somit auch dazu, wie man auf andere wirkt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kunde bzw. Geschäftspartner im gleichen Raum ist oder nur am Telefon. Wenn man sich kleidet wie im Büro, fühlt man sich auch wie im Büro. Sehr einfach und effizient.

Hole dir deinen Kaffee vor der Tür
An Tagen an denen die Motivation richtig im Keller ist, greife ich auf meinen „Ich-gehe-zur-Arbeit-Trick“ zurück. Ich verlasse das Haus, hole mir einen Coffee To Go (meistens im Mókuska Caffè oder im Café Gustav) und gehe mit dem Kaffee zurück ins Homeoffice. Durch den selbsterzeugten „Arbeitsweg“ ist das Ich-gehe-von-daheim-ins-Büro-Feeling gewährleistet und die Illusion fast perfekt. Selbstverarsche? Vielleicht. Aber es hilft.

Lege dir einen Termin in die Frühstückszeit 
Funktioniert super. Sucht euch jemanden der morgens ebenfalls flexibel ist, also mal etwas später anfangen kann zu arbeiten, erst ab Nachmittag arbeitet, oder frei hat. Ob das Treffen geschäftlich oder privat ist spielt dabei keine Rolle. Redet, lacht, esst und trinkt. Die angenehme Gesellschaft hilft ungemein, um gut gelaunt in den Arbeitstag zu starten. An dieser Stelle Grüße an Alicia, Hanne und Max – wann sehen wir uns?

Brat dir ein Prachtsteak 
Ein genialer Motivationskick ist für mich persönlich ein gutes Steak mit Gemüsebeilage (gerade ist bei mir Grünkohl hoch im Kurs). Da ich meine Steaks medium esse und auch Grünkohl eine schnelle Garzeit hat, geht die Zubereitung hierfür blitzschnell: ich schaffe es problemlos in meiner einstündigen Mittagspause zu kochen, zu essen und habe dann sogar noch Zeit übrig. Frisch gestärkt geht es danach zurück ans Werk. An die Vegetarier und Veganer: streiche „Prachtsteak“, lese dein Fleischersatzprodukt.

Definiere deine Jahresziele auf einem Moodboard
Immer Anfang des Jahres erstelle ich mir ein Moodboard auf mehreren Seiten, eine Art PowerPoint-Präsentation, in der ich meine Jahresziele nach Kategorien geordnet abbilde. Ein Chart dieser Präsentation ist zum Beispiel „Soul“ auf dem unter anderem ein jährlich wechselndes Foto von dem Gericht ist, dessen Zubereitung ich lernen will. Dieses Jahr ist es Steak au Poivre. Außerdem ist auf der Soul-Seite auch eine Spanische Flagge zu sehen die bedeutet, dass ich mein Spanisch verbessern möchte, sowie ein DRK-Logo, dass mich daran erinnert, Blut spenden zu gehen. Andere Kategorien sind „Urlaub“ für meine diesjährigen Reiseziele, oder „Anschaffungen“ für alles Materielle, das ich mir kaufen möchte. Das Moodboard kommt immer dann aus der Schublade, wenn ich denke: „Ich werf’ alles hin und werde Ninja!“ Dann schau ich mir schnell das PDF-Dokument mit meinen Jahreszielen an und gehe anschließend wieder mit vollem Motivationstank zurück an die Arbeit.

Treibe Sport
Beim Sport bekomme ich super den Kopf frei, denke keine Sekunde an die Arbeit und bin danach eigentlich immer eher fit als müde. Meistens trainiere ich abends und gehe danach sogar noch des Öfteren zurück an den Rechner. Momentan setze ich beim Training auf HIIT (High Intensity Interval Training) und FunktionellesTraining, bei dem pro Bewegungsform immer mehrere Muskelgruppen gleichzeitig integriert sind und beansprucht werden. Neue Anbieter in Stuttgart hierfür sind Cora und Katharina von Kesselunikat mit ihrem Stäffeles-Workout. Mal weg vom Schreibtisch zu sein und sich auszupowern, verschafft mir neue Energie. Wenn ich nach dem Sport nochmal anfange zu arbeiten, fühlt es sich für mich fast wie ein neuer Arbeitstag an.

Beende jeden Arbeitstag mit einem „kleinen Erfolg“
Ich versuche immer den Arbeitstag mit etwas positivem zu beenden. Zum Beispiel eine korrigierte Datei zurück an den Kunden zu spielen, Druckdaten an die Druckerei zu übermitteln, oder nach einem abgeschlossenen Projekt die Rechnung zu versenden. Ein „kleiner Erfolg“ kann auch sein, ein Konzept, eine Idee oder einen Gedanken fertig zu spinnen, um am nächsten Tag mit der Umsetzung zu starten. Der Motivationsgedanke bei den aufgeführten Beispielen besteht darin, dass der Druck für den Folgetag sinkt, und man ohne „Altlasten“ in den Startlöchern steht.

Schicke die Rechnung sofort nach Beendigung des Auftrags raus 
Sobald ich einen Auftrag abgeschlossen habe und die Druckdaten raus sind, erhält der Kunde wenige Minuten darauf die Rechnung von mir. Erst dann ist für mich der Auftrag komplett beendet und ich kann mich mit freiem Kopf an die nächste Aufgabe machen. Nach getaner Arbeit eine Rechnung zu schreiben und den Betrag für die erbrachte Leistung schwarz auf weiß zu sehen spornt echt gut an. Es ist ungefähr vergleichbar mit dem Blick auf den monatlichen Gehaltszettel, wenn man festangestellt ist – kennt man, oder?

Erstelle dir eine To-do-Liste
To-do-Listen sind geil – denn damit weiß man genau, was für den Tag ansteht. Meine Listen halte ich in einem Notizbuch fest. Dabei schaue ich immer, dass die Ziele die ich mir stecke realistisch sind. Eine zu lange Liste, die am Ende des Arbeitstages nicht erledigt ist, wirkt demotivierend und ist kontraproduktiv. Immer wenn ich eine Aufgabe abgeschlossen habe, streiche ich sie durch – Zack! Fertig! Next! Abhaken funktioniert sicher genauso gut. 

Iss das Leben mit dem großen Löffel 
Meine Freunde lachen immer, wenn ich ihnen rate, das Leben mit dem großen Löffel zu essen. Aber an dem Spruch aus dem „Trinke Fanta, sei BamBoocha“-Werbespot ist schon was Wahres dran. Jetzt bin ich im speziellen vielleicht ein bisschen zu umtriebig und belohne mich zugegebenermaßen sehr gerne selbst und ja, auch nicht selten. Aber ich bin einfach der Meinung, dass man sich ab und zu bewusst etwas gönnen sollte. Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit – mach die Fernreise, leiste dir dein Traumauto und iss das teure Gericht, wenn du Bock drauf hast. Denn später erinnerst du dich mal nicht daran, dass du Geld gespart hast – aber du erinnerst dich an die geile Zeit im Ausland, dass dein Auto dein treuster Gefährte war und daran, dass du das leckerste Steak der ganzen Welt gegessen hast. 

Ich denke Selbstbelohnung kickt mich persönlich am meisten in puncto Motivation. Aber hey: erst die Arbeit, dann das Vergnügen – nie waren Zuckerbrot und Peitsche so nah beieinander.