März-April 2022

DOPPELT GUT

Doppelt gut. Oder „two in one“. Ich hab den März und den April mal zusammengefasst, geschuldet durch – zum Glück – wieder randvolle Auftragsbücher. Wahnsinn. Ich hatte ganz vergessen, wie gut sich geschäftiges Treiben für mich anfühlt. Die Akkus sind voll, es kann wieder losgehen – auch mit dem Monatsrückblick. Jetzt!

„Ist die Wohnung jetzt mal fertig?“
... werde ich immer noch oft gefragt. „Nein, immer noch nicht.“ antworte ich dann, „... aber es nähert sich dem Ende“. Neulich meinte ein Freund zu mir, ich hätte es verdient, dass dieses Projekt jetzt endlich abgeschlossen ist. Danke, Vincent – das  sehe ich auch so. Was ich zudem oft gefragt werde ist, wann endlich die Release Story bei Instagram erscheint. Hoffentlich bald. Ich möchte noch auf meine Badezimmertür warten und die kommt hoffentlich demnächst ... erneut, nachdem sie in KW17 fehlerhaft geliefert wurde. Ich kann mich schon gar nicht mehr über solche Missgeschicke aufregen und ich bin auch nicht überrascht. Denn es passt zur Storyline der Renovierung. Es ist ja nichts beim ersten Anlauf problemlos gelaufen. Warum also sollte die Badezimmertür, auf die ich seit fünf Monaten warte, gleich beim ersten Mal passen? Das macht keinen Sinn. Stattdessen habe ich gelernt Situationen anzunehmen wie sie sind. Wenn die Badezimmertüre dann endlich mal angekommen, tapeziert und gestrichen ist, gibt es die langersehnte Release Story. Um die Spannung zu etwas zu brechen nachfolgend ein paar Bilder der schon fertigen Räume.

Der Berg ruft!
Schnell mal in die Berge. Annika war spontan dabei. Der Feldberg im Schwarzwald sollte es sein. Ein überschaubares Skigebiet mit sehr vielen Schleppliften, die für mich als Snowboarder immer noch eine Herausforderung darstellen. Diese für SkifahrerInnen entwickelte Konstrucktion ist einfach nichts für mich als selbsternannten Körperklaus. Generell zu instabil und die Spurrillen auf dem Weg nach oben geben mir den Rest ... dennoch: so langsam aber sicher klappt es, und ich schaffe es ohne abzusteigen den Schlepplift zu bezwingen. Nach 14 Jahren Fahrpraxis auch langsam an der Zeit. Haha. Kaiserwetter, schöne Landschaft und gute Gespräche rundeten den Tag ab. Sollte man viel öfter machen. Spontan sein.

Ziege, auf jeden Fall Ziege!
Kennt ihr das, wenn man gedanklich bei etwas oder jemandem angekommen ist? So, als wenn man ein Schiff wäre und der, die, das Gegenüber der Hafen. Ich hab das zum Beispiel bei meiner Lektorin oder bei meinem Barbier. Solange die beiden arbeiten, werde ich nicht fremdgehen. Genauso ging es mir bei meinem Personal Trainer Boris. Das hat gematcht. Leider ist er verzogen. Seitdem hangle ich mich so durch, zwar noch mit seinen Trainingsplänen, aber man tut sich schon schwerer wenn man sich alleine aufrappeln muss. Bei der Motivation angefangen, bis hin zur Disziplin. Dennoch hab ich für mich entschlossen: „Ziege, auf jeden Fall Ziege!“. Chris, ein guter Freund, meinte vor ein paar Jahren mal zu mir, dass man irgendwann an dem Punkt ist, an dem man sich fragen muss, ob man eher Ziege oder Kuh sein möchte. Bezogen auf die körperliche Fitness. Eine passende Analogie irgendwie ...

Sophie setzt die Segel
Nach fast zehn Jahren im K, dem Kultur- und Kongresszentrum in Kornwestheim setzt Sophie die Segel und schippert in neue Gewässer. Für zehn Spielpläne hat sie mit viel Engagement das immer abwechslungsreiche Spielzeitprogramm zusammengestellt, Gäste empfangen und KünstlerInnen hinter den Kulissen betreut.  

Die Spielzeitmotti, die für die Programmhefte individuell konzipiert werden, waren ihr ebenfalls immer ein großes Anliegen, dass sie mit jeder Menge Herzblut und hohen Anspruch an Qualität umgesetzt wissen wollte – konzeptionell, gestalterisch und fotografisch – wie schön, dass ich ein Teil davon sein durfte. Die Brainstormings, Fotoshootings und die Erstellung der Spielpläne von Stunde eins miterlebt zu haben, macht mich dankbar und auch ein bisschen stolz. Ich erinnere mich, wie wir 2013 zusammen das Design des ersten Spielplans für die Eröffnung des Ks aus Zeitmangel in mehreren Nachtschichten erarbeiteten. Ein Design, das sich über die Jahre weiterentwickelt hat und zu dem sich ab der 2. Spielzeit jährlich neue Spielzeitmotti als gestalterische Klammer für Titelseite und Kapitelaufmacher gesellten:

  • Kanz Kroße Kefühle
  • ULTUR – ohne Das K fehlt was
  • Kurzurlaub im K – Abwechslung im Gepäck
  • It’s K Time
  • Immer EINenBLICK wert
  • Zeigt Gefühle
  • Licht aus, K an! Mein Platz. Mein K.
  • Endlich wieder Herz-K-lopfen ... mein Rendezvous mit dem K

... und auch dieses Jahr gibt es wieder ein neues Motto, das aktuell noch bearbeitet wird.

Zu jeder Spielzeit gibt es eine Eröffnungsveranstaltung, bei der den AbonnentInnen der Theater- und Wahl-Abos das neue Programm vorgestellt wird und bei der sich das Motto wie ein roter Faden durch den Abend zieht. Von vielen Stammgästen des Ks waren diese Abo-Feste das Highlight der Saison – auch von mir – denn Sophie und ihr damaliger Kollege Johannes spielten sich auf der Bühne gekonnt die Bälle zu, als hätten sie noch nie etwas anderes gemacht – mit viel Witz, Charme und guter Laune die ansteckend wirkte.

Das K ist mittlerweile eine Institution in Kornwestheim. Ich sage nicht, dass das allein Sophies Verdienst ist, aber meines Erachtens hat sie einen großen Teil dazu beigetragen, der Kultur im K eine Seele zu geben und eine emotionale Heimat für die BesucherInnen zu schaffen.

Liebe Sophie, alles Gute für dich und deine neue Aufgabe beim Landesseniorenrat. Vielen Dank für die angenehme Zusammenarbeit, die produktiven Nachtschichten, deinen ansteckenden Tatendrang, die wilden Brainstormings, die facettenreichen Projekte, dein feines Gespür für unterhaltsame Veranstaltungen, deine immer positive Ausstrahlung, deinem erfrischenden Esprit und nicht zuletzt für deine Freundschaft.

Ausblick Mai 2022
Über folgende Themen berichte ich im Rückblick Mai–August:

  • Resümeé – die vergangenen Konzerte, Teil I
  • Drohnen-Shooting in fünf Städten
  • Die ÖZEREI – erste Gespräche und weitere Gedanken