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November 2018

ODER YESVEMBER 2018 – JE NACHDEM

Yes, yes yes. Es läuft mal wieder Rund, und das ist auch gut so, dann bin ich wenigstens weg von der Straße. Ein hohes Arbeitspensum, zufriedene Kunden, schöne Jobs und ein voller Terminkalender, auch privat, so wie ich es mag. Also macht euch mal schön nen Tee, setzt euch und lest das Beste aus meinem Yesvember. Los geht’s.

STUTTGARTERLEBEN – von Liebhaberei, Tankfüllung und dem ganzen Rest
Was für eine schöne Samstagstour das war: ich hatte das Vergnügen meine Freunde, die ich vom Festival kenne, durch Stuttgart zu führen.
Aber von Anfang an, denn viele wissen es noch nicht: im Juni 2017 habe ich mit zwei Freunden zusammen nochmal gegründet – nebenberuflich versteht sich. Meine erste Gründung war 2009 im Bereich Kommunikationsdesign, dem ich nach wie vor treu bleibe, da es zu mir einfach wie die Faust aufs Auge passt – ich könnte mir keinen schöneren Beruf vorstellen. Die zweite Gründung ist etwas völlig neues für meine Kollegen Steffi, Daniel und auch für mich: der Bereich Tourismus. Steffi und Daniel brachten die Idee aus Buenos Aires mit. Dort machten sie eine 7-stündige Tagestour die exklusiv für sie stattfand. Mit Bootsfahrt, Stadtführung per Rad, Picknick und allem drum und dran. Diese Idee fanden sie so gut, und den Trip so nice, dass sie dieses Konzept auch nach Stuttgart bringen wollten.
Ungefähr zeitgleich lief ich in Stuttgart an einer gelangweilten Schulklasse vorbei, die gerade eine Stadtführung mitmachte. Sie waren alle sichtlich genervt von dem außerschulischen Geschichtsunterricht. „Schade“,  dachte ich, „das kann man doch auch irgendwie auf eine Zielgruppe anpassen“ ... ich sponn die Idee aber nicht weiter.
Als Steffi und Daniel vom Urlaub zurückkamen, erzählten sie mir von der Tour in Buenos Aires, mit dem Ziel, dieses Konzept auch in Stuttgart umzusetzen. Sie fragten mich, ob ich mir vorstellen könnte mitzumachen, und die Idee nach Stuttgart zu adaptieren. Da musste ich nicht lange überlegen, das Konzept überzeugt mich bis heute.
Nach einer Bestandsaufnahme der angebotenen Touren in Stuttgart war schnell klar, so etwas gibt es hier noch nicht – cool! Unsere internen Strukturen waren schnell definiert, die Namensfindung von STUTTGARTERLEBN überraschend einfach und unsere Philosophie eindeutig: Stuttgart wird leider etwas unterschätzt und die Beliebtheit lässt im Gegensatz zu anderen deutschen Städten, zu wünschen übrig. Es ist daher unsere Mission, Stuttgarts schönste Seiten zu offenbaren und den mittelmäßigen Ruf etwas aufzupolieren – Stuttgart ist eben Liebe auf den zweiten Blick, dann aber richtig. Anschließend haben wir vier feste Touren, à 5 Stunden konzipiert. Hier ist für jeden Geschmack etwas geboten: eine E-Bike-Tour, eine Relax-Tour, eine Highlights-Tour und eine Style-Tour (für Architekturinteressierte). Aber wo ist der Benefit? Denn das gibt es ja alles auf jeden Fall schon. Wir haben für unser Konzept 3 wichtige Alleinstellungsmerkmale definiert: 

  1. exklusiv: Unsere Stadtführungen und Touren sind auf Kleinstgruppen von bis zu vier Personen ausgelegt. Wir legen keine Gruppen zusammen, die Touren finden exklusiv nur für die angemeldete Gruppe oder Einzelperson statt. Persönlichkeit und eine entspannte Atmosphäre sind uns wichtig – das macht unsere Stadtführungen einzigartig. Größere Gruppen mit mehr als vier Personen sind nach Absprache aber ebenfalls möglich.
  2. individuell: Nicht nur die Top-Sehenswürdigkeiten sind interessant. Auch die Szeneviertel, die regionalen Köstlichkeiten, Geheimtipps rund um die Gastro- und Partyszene und die vielen Einkaufsmöglichkeiten sind zu entdecken. Wir zeigen während einer Tour viele unserer Lieblingsorte. Auf Wunsch erstellen wir auch ein maßgeschneidertes Programm.
  3. authentisch: Wir sind zwar keine Kunsthistoriker, kennen aber die wichtigsten Eckdaten der Bauwerke, die das Stadtbild prägen. Der eigentliche Fokus unserer Touren liegt darauf, zu zeigen wie wir in Stuttgart leben und warum wir von Herzen gerne Stuttgarter sind. Wir sind mit unseren Gästen immer per Du, dadurch ist es zum einen persönlicher und zum anderen entsteht das Gefühl, dass einem ein Freund seine Stadt zeigt.

Unsere fünfte Tour ist die Indi-Tour, für alle, die es individuell wollen. Sie ist unser Dauerbrenner und kommt am allermeisten zum Einsatz. Mehrere Personen? Kein Problem! Kürzere Dauer? Total machbar! So auch an einem schönen sonnigen November-Samstag.
Wir waren insgesamt 14 Personen. 5 aus Schweinfurt, neben denen wir schon fast 10 Jahre beim Festival zelten, und 8 Leute aus meiner Heimat Hohenlohe, die mich schon sehr lange, und nicht ausschließlich bei Festivals, begleiten. Da war es mir natürlich eine besondere Ehre, meine Wahlheimat Stuttgart zu präsentieren. Wir starteten am Hauptbahnhof mit einer kleinen Innenstadttour und kehrten zur Mittagszeit ins Brauhaus Schönbuch ein. Die gutbürgerliche Küche des Brauhauses traf unsere Geschmäcker zu 100 % und die „Schweinsforce“, wie die Zeltnachbarn aus Schweinfurt liebevoll genannt werden, haben eines meiner Leibgerichte, Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle, kennen und lieben gelernt. Auch die Schönbuch-Bierreise, bei der 4 unterschiedliche Bierspezialitäten aus der Schönbuch Braumanufaktur getestet werden, kam gut an.
Danach führte ich meine Buddys in die Altstadt Stuttgarts, in der ein weiteres Highlight der Tour stattfand. Wir kehrten in den BIX Jazzclub ein, in dem wir ein geführtes Sekt-Tasting mit den hervorragenden Sektprodukten von Kessler Sekt aus Esslingen bekamen. Mit Sekt hatte in der Wein-Stadt Stuttgart keiner gerechnet. Nicht nur deswegen kam das Sekt-Tasting bei allen gut an, auch die hochwertigen Produkte sprechen natürlich für sich.
Nach einem kurzen Abstecher beim kleinen Pre-Weihnachtsmarkt „Wintertraum“ endete die Tour bei einem meiner Stammlokale, das ich vor allem im Sommer aufsuche: beim Palast der Republik. Ein „kleiner urbaner Biergarten“, nenne ich ihn immer. Das runde Häuschen dient als Ausschank und drum herum trifft sich Gott und die Welt, definitiv eines meiner Stuttgart-Highlights.
Die Tour gefiel laut Feedback allen sehr gut und auch für mich war es ein Fest – schön, dass ihr alle da wart.
STUTTGARTERLEBEN ist für mich mittlerweile eine schöne und abwechslungsreiche Liebhaberei, die ich nichtmehr missen möchte. Durch meine neue Teiltätigkeit als Stadtführer, habe ich Stuttgart nochmal ganz neu entdeckt und mich erneut in die Stadt verliebt. Zudem komme ich dadurch auch des Öfteren vor die Tür und weg vom Rechner – das Projekt füllt sozusagen meinen Tank auf und sorgt zudem für Abwechslung, besser geht es nicht. Ein weiterer Bonuspunkt ist, dass man viele interessante Leute kennenlernt. Neben den individuellen Tourteilnehmern, kommt man auch in Kontakt mit anderen Stuttgarter Unternehmern, wie zum Beispiel unsere lieben Partner von Wein-Moment, dem BIX Jazzclub oder der Mozzarella Bar.
Unlängst hatten wir einen unglaublich tollen Termin bei Frau Hunzelmann von Hochland Kaffee, die uns neben der Schönbuch Braumanufaktur, ALB • GOLD Teigwaren und Kessler Sekt nun ebenfalls sponsern: Unsere Tourteilnehmer erhalten Goody Bags zur Tour, die mit regionalen Produkten dieser 4 Unternehmen gefüllt sind. Danke nochmals an dieser Stelle für die Unterstützung. Es ist wirklich schön, so tolle Partner und Sponsoren an Board zu haben.
Habt ihr Lust bekommen und ebenfalls Interesse an einer Tour mit STUTTGARTERLEBEN? Hier geht’s zum Kontaktformular. Wir freuen uns auf eure Anfrage – bis dahin.

Gastdözent – alle Jahre wieder
Wer meinen Blog hier aufmerksam verfolgt, dem ist der Name Sympatexter längst ein Begriff. Judith, meine Kollegin aus Agenturtagen, die geistreiche Texterin, unermüdliche Bloggerin, Neuland-Erfolgs-Vloggerin und Lieblingsdozentin für Journalismus, Public Relations und Werbelehre hat mich dieses Jahr zum dritten mal an die Hochschule für Kommunikation und Gestaltung als Gastdozent eingeladen. Meine Themen waren Akquise im AUSLÖZER-Style, Claim-Entwicklung und meine Zeit als Selbstständiger. Dieses Jahr hatte ich sogar vor 2 Kursen gesprochen, vor den Kommunikationsdesignern und vor dem Kurs „Werbung und Marktkommunikation“.
Der Besuch an der HfK_G ist immer wieder eines meiner Jahres-Hihglights. Ich finde es schön, Wissen zu teilen, vielleicht sogar den einen oder anderen zu inspirieren und von den Vorteilen einer Selbstständigkeit zu überzeugen. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass ich mir auf kurz oder lang eine Lehrtätigkeit in Teilzeit vorstellen könnte. Ja, ich denke, das könnte mir gefallen. Vielleicht in Typografie ... oder in Kommunikationsdesign ... oder in Mediengestaltung. Mal schauen was die Zukunft so bereithält.

Schnauzer oder Vollbart – mein Besuch beim Barbier
Ich liebe meinen Vollbart. Ein offenes Geheimnis. Er ist das beste Accessoire. Meine Festung. Mein bester Freund. Er wird gehegt und gepflegt und einmal im Monat bei meinem Barbier des Vertrauens, Max, gestutzt und in Form gebracht. Bei aller Liebe, habe ich mich getraut, öffentlich bei Instagram zu fragen, ob mein Vollbart einem Schnauzbart weichen soll. Ich erstellte eine Insta-Story mit einer Umfrage: Moustache oder Vollbart. Dazu ein Bild von meinem 30. Geburtstag, bei dem das Motto damals Moustache war. Ein schönes Fest, bei dem sich wirklich jeder ans Motto hielt. Die Frauenbärte kamen in den unterschiedlichsten Varianten daher: aufgeklebt, innen auf den Zeigefinger gemalt oder als Haarreif – der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Fast alle Männer ließen sich einen Oberlippenbart stehen – es war mega.
Nach der Umfrage, postete ich 2 Bildergalerien als Entscheidungshilfe in die Insta-Story. Eine mit wichtigen Schnurrbart-Männern und eine mit wichtigen Vollbart-Männern. Die Bildergalerien will ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Die Insta-Story

Ich bekam viele Rückmeldungen zur Story: Von „sehr amüsant...“ bis „Tu’s bitte nicht!“ war alles dabei. Die Abstimmung lief bis 15 Uhr. Zur Zeit meines Barbiertermins war die Mehrheit echt nicht groß, aber dennoch da: 53 % waren dafür, den Vollbart stehen zu lassen, 47 % wollten den Mo an mir sehen.
Mein Barbier Max war safe für den Schnauzer und versuchte Überzeugungsarbeit zu leisten. Mit „Jetzt würde ich es erst recht machen!“ und „Trau dich, das kommt gut!“ gab er alles, um mir beim Haare waschen auch gleichzeitig einen Brainwash zu geben. Mir hingegen fiel natürlich durch die gewonnene Abstimmung der Vollbart-Partei ein riesiger Stein vom Herzen. Ich hatte nicht für so viele Stimmen FÜR die Rotzbremse gerechnet, und deswegen die Umfrage gestartet. Das war Haarscharf, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber warum so feige, fragt ihr euch jetzt? Weil mein fliehendes Kinn hinter der Gesichtsbehaarung echt gut aufgehoben ist, würde ich begründen. Und weil ich dann neben meinen 2 Balken von Augenbrauen noch einen dritten Balken, zentriert und in der gleichen Strichstärke, im Gesicht hätte. Das würde mir gar nicht so gut gefallen ... Obwohl schon ein paar Tage her, erinnere ich mich nämlich noch genau, dass ich meinen Gesichtsbesen sofort nach dem Fest zu meinem 30. Geburtstag komplett abrasiert habe, und das war definitiv nicht grundlos. Ne ne, das ist nix, jedenfalls nicht auf Dauer, und auch nicht jetzt im Moment ... ich will es aber auch nicht völlig ausschließen ... mal sehen.
Funfact: nachdem die 24 Stunden um waren, und die Insta-Story nichtmehr live war, sah das Ergebnis allerdings genau umgekehrt aus: 53 % für den Mo, 47 % für den Vollbart. Oha.

Ausblick Dezember 2018 
Über folgende Themen berichte ich im Rückblick Dezember: 

  • Mein erster Termin – Aufgrund meines Business-Blogs!!11elf!!!
  • Wenn Katzen Frida Kahlo malen.
  • Christbaumloben – mein traditioneller Jahresabschluss.